“Todeswünsche”
Diskussionsabend mit Christine Hucke, Prof. Dr. Raymond Voltz und David Roth
30. Juni | 19:00 - 21:00

Foto©Puetz-Roth
Wir möchten an diesem Abend mit Frau Hucke und Herrn Prof. Voltz über das schwierige Thema sprechen, wenn Menschen über selbstbestimmtes Sterben nachdenken.
Wie stellen wir uns ein würdevolles Ende vor? Zwischen der medizinischen Begleitung durch die Palliativmedizin und dem Wunsch nach einer autonomen Entscheidung über den eigenen Tod klaffen oft Unsicherheiten. In der besonderen Atmosphäre des Hauses Pütz-Roth diskutieren Experten über die Möglichkeiten und Grenzen der Suizidhilfe sowie die Bedeutung einer frühzeitigen Vorsorge.
Referenten:

Christine Hucke © Christine Hucke
Christine Hucke ist ehemalige DGHS- Kontaktstellenleiterin NRW und Leiterin des Kölner DGHS- Gesprächskreises. Sie informiert über die DGHS-Patientenverfügung und Möglichkeiten selbstbestimmten Sterbens.
"Selbstbestimmtes Sterben in Würde und mit Hilfe Dritter ist in Deutschland möglich. Es gehört zum Persönlichkeitsrecht des Einzelnen über das eigene Leben und dessen Beendigung eigenverantwortlich entscheiden u können. Urteil des Bundesgerichtshofes, Karlsruhe, am 26.2.2020, Aufhebung des §217 StGB, die geschäftsmäßige Freitodbegleitung ist in Deutschland erlaubt, unabhängig von Krankheit und Alter.
Unmittelbar nach dem Urteil wurde die bundesweite Beratungshotline „Schluss.PUNKT“ geschaltet, in der Wochentags Menschen, die veränderten gesetzlichen Bestimmungen zur Sterbehilfe erfragen konnten.
Fast drei Jahre arbeitete ich dort mit und informierte über alle in Deutschland möglichen Optionen zur Vorsorge am Lebensende."
Die DGHS (Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben) setzt sich seit 45 Jahren für das Recht auf Selbstbestimmung ein. In Kooperation mit lokalen Partnern wie dem Bestattungshaus Pütz-Roth werden regelmäßig "Gesprächskreise" und Vorträge angeboten, um Bürgern eine fundierte Basis für ihre Lebensend-Entscheidungen zu bieten.

Prof. Dr. Raymond Voltz ©MedizinFotoKöln
Prof. Dr. Raymond Voltz ist seit 2004 Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin der Universität zu Köln und Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln der Uniklinik Köln. Er ist Vorsitzender der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, Vorsitzender des Palliativ- und Hospiznetzwerks Köln e.V., Initiator, Mitbegründer und Mitglied der Steuerungsgruppe der Caring Community Köln (Auftaktveranstaltung 2020, Schirmherrin OB Reker) und Mitinitiator des von der Deutschen Fernsehlotterie geförderten Buddy Projekts. Seit 2023 ist er Vertrauensdozent für Studierende der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln.
Schon seit seiner Famulatur in einem Hospiz in Schottland 1985 engagiert er sich für die Hospizidee und war 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). 2005-2012 war er Vizepräsident der DGP und war Kongresspräsident 2014.
Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Weiterentwicklung und Evaluation palliativmedizinischer Strukturen, Todeswunsch und Sterbephase, Palliativmedizin bei neurologischen Erkrankungen sowie neurologische Symptome in der Palliativmedizin.
Er ist Ärztlicher Beirat und Reviewer in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften und von renommierten internationalen Zeitschriften. Wissenschaftliche Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Weiterentwicklung und Evaluation palliativmedizinischer Strukturen, Todeswunsch und Sterbephase, Palliativmedizin bei neurologischen Erkrankungen sowie neurologische Symptome in der Palliativmedizin.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Umgang mit Menschen mit Todeswünschen in Palliativversorgung und Hospizarbeit.
Moderation/Gastgeber: David Roth (Pütz-Roth), der die Perspektive der Trauerbegleitung und den gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod einbringt.
Kostenfrei anmelden
https://www.puetz-roth.de/tickets/?eid=184247Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind online buchbar. Bei Fragen zu den Online-Buchungen können Sie sich natürlich gerne bei uns melden. Selbstverständlich können Sie sich auch weiterhin telefonisch oder in unserem Hause anmelden. Für den Druck von physischen Eintrittskarten fallen Gebühren an.
